
2. Teil:
Tag 2: Albertville-Grenoble (102km)
Heute starteten wir um 11.00 Uhr, nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel in Albertville und fuhren los Richtung Grenoble. Die Landschaft unterwegs war traumhaft. Bereits nach 5min machte sich unser Po von der gestrigen Fahrt bemerkbar. Wir verfuhren uns bei der Ausfahrt aus Albertville, bevor wir die richtige Nebenstrasse nach Montémilain fanden. Unterwegs trafen wir nun vermehrt auf andere Radfahrer die uns entgegenkamen. Die Landschaft war traumhaft und es war warm. Nach 40km machten wir eine Pause und trafen meine Mutter, und assen eine Pizza in St. Pierre d`Albigny. Danach ging es weiter nach Montémilain. Es ging immer wieder bergauf und bergab. Nach Montémilain ging es weiter mit dem Etappenziel Grenoble. Es waren etwa noch 50 km, welche wir hinter uns bringen mussten. Bis jetzt waren die Bedingungen für Velos sehr gut, häufig hatten wir Radwege oder nicht stark befahrene Nebenstrassen. In Grenoble kommunizierten wir nicht klar wo wir uns mit meiner Mutter treffen und darum mussten wir schlussendlich alles wieder zurück ans andere Ende der Stadt. Wir fanden sie dann bei unserem Hotel im Hotel Kyriad in Meylan. Wir verbrennten uns ein wenig bei soviel Sonne. Assen fein Znacht, danach lernten wir noch für unser Theater in der Schule. Anschliessend gingen wir schlafen. Morgen geht es weiter nach La Mure, wir nehmen es Morgen locker, da es regnen soll. Unser Po schmerzt schon noch zwei Tagen wie nichts, zum Glück haben wir noch keinen Muskelkater. Wir können unsere Etappenziele erfüllen und wir hoffen es läuft weiterhin so gut.
Gruess Maya, Paul, Marco

3. Teil: Meylan-La Mure (75km)
Heute Morgen standen wir um 9 Uhr auf und gingen ordentlich frühstücken. Nach dem Frühstück packten wir unsere Säcke fertig und bereiteten unsere Velos vor. Um halb 12 Uhr fuhren wir los Richtung Grenoble (Echirolles), danach spurten wir auf die grosse Hauptstrasse Richtung Sisteron/Gap ein. In Claix bogen wir dann links ab Richtung Vizelles, wo die N85 (Route Napoleon) begann. Da die Route Napoleon gefährlich ist suchten wir uns einen alternativen Weg nach La Mure. Die Alternative war etwa 15 km länger, dafür aber sicher. Auf dieser Strecke hatten wir unsere erste Bergetappe, es stieg auf etwa 1400m. Unterwegs assen wir noch unsere Sandwiches und machten eine kleine Mittagspause. Wir dachten es hört nie mehr auf zu steigen. Als wir dachten die Steigung wäre zu ende, kam aber die nächste Kurve und weiter gings bergauf. Nach dem heftigen Aufstieg befanden wir uns endlich in Laffrey, der Anfang eines Hochplateaus, welches sich bis nach Corps erstreckt. In Laffray verfuhren wir uns und hatten ein Weilchen bis wir die Strasse am anderen Seeufer fanden, da die Route Napoleon nach wie vor sehr gefährlich ist. Meine Mutter beobachtete kurz davor im Auto einen Unfall von einem Lastwagen und einem Auto aus nächster Nähe und riet uns darum nicht auf der N85 zu fahren. Am anderen Seeufer stieg es noch weiter bis auf fast 1600m. Langsam sank unsere Motivation, da es immer weiter und weiter stieg. Nach etlichen Höhenmetern ging es endlich gradeaus. Heute war das Wetter durchzogen, am Morgen regnete es stark und wir wurden nass. Am Mittag war es mehr oder weniger trocken, aber es wurde sehr kalt. Respektive war es auf 1600m sehr kalt und auf dem Hochplateau zog es stark. Erst in Fugières ging es endlich bergab. Wir hatten eine sehr rasante und schöne Fahrt runter bis nach La Mure, dass auf 850m liegt. Um 16.00 fuhren wir in La Mure ein und trafen meine Mutter im Hotel. Heute machten wir ein einen lockereren Tag als sonst, da wir einerseits beide noch Theater für die Schule lernen sollten und es schlecht Wetter war. Unser Po machte sich heute glücklicherweise weniger bemerkbar. In den Städten/Dörfern ist es teilweise schwer sich zu orientieren, da die Verkehrsschilder auf den Nebenstrassen sehr spärlich beschriftet sind. Zum Glück können ich und Paul beide gut Karten lesen und wenn es mal nicht mehr weiter geht können wir sogar noch unsere Französisch Kenntnisse anwenden und festigen.
Abends: Ankunft im Hotel La Mure

4. Tag: La Mure-Gap (85km)
Wir übernachteten im Hotel Murtel. Um 7.30 standen wir auf und gingen im Hotel am Buffet frühstücken. Um etwa 10.00 Uhr fuhren wir in La Mure ab Richtung Cap. Es war ziemlich kalt am Morgen ca. 5 Grad, es wehte ein rauer kalter Wind um die Ohren. Wir vereinbarten mit meiner Mutter uns in St. Bonnet am Mittag zu treffen. Da heute Samstag war, fuhren keine LKW auf der N85 und wir konnten ohne grosse Umwege weiterfahren. Zwischendurch wählten wir trotzdem Nebenstrassen, weil es Abkürzungen waren oder die Landschaft empfehlenswert war. Die Landschaft nach La Mure war eigentlich sehr schön, aber auch monoton und darum wurde es mit der Zeit langweilig. Am Morgen war es sehr kalt und es war bedeckt, gegen Mittag wurde es wärmer und die Wolken verzogen sich. Es ging immer ein wenig bergauf und bergab. An einem Ort ging es 12% bergab, was wir natürlich extrem cool fanden. Das hiess, dass es aber irgendwo wieder 12% hinauf ging. Als wir gegen 13.00 Uhr St.Bonnet erreichten trafen wir meine Mutter im Restaurant und assen Zmittag. Um 14.30 ging es weiter Richtung Süden, da wir weiterhin für die Schule lernen, fuhren wir nur bis Gap, welches wir um 15.30 erreichten. Gap war die erste Stadt nach Grenoble welche wirklich lebte. Praktisch alle auf dem Weg angetroffenen Dörfer wirkten auf uns verlassen und leer. Im Hotel lernten wir erstmals ein wenig, danach fuhren wir mit dem Bus noch in die Stadt um etwas feines essen zu gehen. Um 21.00 Uhr kehrten wir zurück ins Hotel zu Fuss, da wir den letzten Bus verpasst hatten. Unser Hotel lag etwa 1.5 km von der Innenstadt entfernt, dementsprechend hatten wir noch einen schönen Abendspaziergang zusammen. Im Hotel schauten wir noch die Aufnahmen meiner GoPro an, bevor wir schlafen gingen. Nach 4 Tagen im Sattel schmerzt unser Po langsam stark und wir merken ein wenig unsere Waden und Oberschenkel. Wir haben stets unser Ziel die Küste der Côte d`Azur im Kopf und das gibt uns die nötige Motivation um weiter zu fahren. Anfangs der Tour hatte ich Bedenken, dass ich mein Abschlussprojekt von der Schule durchziehen kann, aber dank der Begleitung von Paul der Unterstützung von zahlreichen Sponsoren wie dem Jet Sport glaube ich mein Abschlussprojekt von der Schule vollenden zu können. Die ersten 3 Tage nach den Ferien habe ich freibekommen von der Schule (Paul als meine Begleitung ebenso). Man merkt langsam, dass man immer weiter in den Süden kommt, die Hügel werden flacher, die Landschaft wird wieder vielseitiger und die Temperatur steigt. Wir geniessen bis jetzt auf jeden Fall beide die Velotour und es ist eine spannende Erfahrung für uns. Es ist faszinierend wie schnell sich die Vegetation ändert, 40 km nördlich hatten wir noch hohe schneebedeckte Berge und jetzt wo das Tal breiter und sanfter wird, blüht die Vegetation.
Es sind wunderbare Eindrücke welche ich nicht vergessen werde.
Gruss Maya, Paul und Marco







5. Tag: Gap – Digne les Bains
Wir standen um 8.00 Uhr auf und gingen im Hotel ans Buffet frühstücken. Danach packten wir unsere Taschen ins Auto, schnappten unsere Velos und fuhren los Richtung Sisteron. Auf dem Weg nach Sisteron wurden die Hügeln an den Seiten immer flacher. Nach Sisteron waren es gut 45km. Für diese Strecke benötigten wir etwa 2 Std. Es ging vorläufig leicht bergab, es gab jedoch auch kleine Steigungen zu überwinden. Etwa 10km vor Sisteron stiessen wir auf starken Gegenwind und es fing an zu tröpfeln. Das Wetter war unberechenbar, der Himmel zeigte sich heute nicht so freundlich, eher grau in grau. Die Strecke nach Sisteron legten wir in knapp zwei Stunden zurück. In Sisteron gingen wir ins Restaurant und assen eine grosse Portion Pasta, der Service in diesem Bistro war sehr schlecht und wir mussten lange warten. Dank unserem Französischlehrer in der Schule können wir uns einigermassen in Frankreich durchmogeln. Sisteron wird das Tor zum Süden genannt und die Landschaft nach Sisteron veränderte sich schlagartig und man fühlte sich wie in der Provence. Die Gegend ist sehr fruchtbar, man trifft viele Obstplantagen, generell Landwirtschaft. Wir fuhren heute mehrheitlich auf der N85 (Route Napoleon), da es am Wochenende für Lastwagen verboten ist auf der N85 zu fahren. Nach dem Dorf Malijai bogen wir links ab Richtung Digne les Bains. Wir lagen noch etwa 15km vor uns bis zu unserem Etappenziel. Es ging immer leicht bergauf und die Hügel um uns wurden wieder höher. In Digne angekommen suchten wir unser Hotel, welches meine Mutter ein wenig ausserhalb von Digne les Bains gebucht hatte. Nach einer warmen Dusche gingen wir in die Stadt und freuten uns auf ein feines Abendessen. Morgen geht es über zwei Pässe weiter bis nach Séronon. Leider gibt es unterwegs nicht viel historisches von Napoleon anzuschauen. Einerseits finde ich es schade, weil ich mich dafür interessieren würde, anderseits können wir uns so mehr auf die schöne Landschaft und unsere Etappenziele konzentrieren.
Gruss Maya, Paul und Marco
6. Tag: Digne les Bains – Séranon (83km)
Unser Hotel in Digne les Bains lag etwas ausserhalb des Zentrums, dafür aber direkt neben der Route Napoléon. Es lag am Fuss des Passes, den wir heute mitunter überqueren mussten. Wir standen um 8 Uhr auf und gingen frühstücken. Das Buffet war heute leider ein wenig spärlich, aber ok. Danach fuhren wir, bei Sonnenschein, mit unseren Velos los. Anfangs hatten wir gerade einen kleineren Pass zu bewältigen. Die Route zog sich langsam bergaufwärts bis ca. 850m. Danach ging es einigermassen gerade aus, aber mit permanenter Steigung. Nach Barrême ging es aber plötzlich steil bergauf. Die Distanz zum Pass ca.13km mit heftiger Steigung. Bis jetzt hatten wir Glück mit dem Wetter, doch heute kurz vor der Passhöhe fing es in strömen an zu regnen. Auf dem Hospitz machten wir eine ausgiebige Pause. Zuerst wollten wir eigentlich unsere drei Tage alten Sandwiches essen, aber wir merkten, dass sie erstens nicht mehr so délicieux waren und zweitens weil es fest regnete wollten wir etwas warmes essen. Zum Glück gab es auf dem Pass ein nettes Bistro in welches wir einkehren konnten. Wir assen ein typisches Gericht aus dieser Region, es war köstlich. Wir warteten lange, in der Hoffnung, dass es aufhört zu regnen, aber schlussendlich begriffen wir, dass es wohl nicht mehr so schnell aufhören würde. Wir montierten darum unseren Regenschutz und fuhren los. Die Strasse war nass und gefährlich, deshalb mussten wir bei der Abfahrt vom Pass sehr langsam fahren. Schade, aber sicher ist sicher! Wir hätten gerne unsere persönliche Höchstgeschwindigkeit von 79.9 km/h übertroffen. In Castellane angekommen pumpten wir schnell unsere Velos bevor es auf den zweiten Pass des Tages ging. Eigentlich sind die Pässe in dieser Region nicht wahnsinnig hoch, aber da die Talsohlen sehr tief sind muss man trotzdem schnell 400-500 Höhenmeter überwältigen. Auf Col de Luens hatten wir etwa eine knappe Stunde, der Pass ist 1054m hoch. Danach ging es kurz bergab bevor es schon den nächsten Pass hinauf ging. Es regnete immer noch in Strömen und wir waren völlig durchnässt. Bergauf hatten wir nie kalt, aber bergab wurde es ziemlich frisch. Zum Glück war es nicht mehr weit zum Hotel. In Richtung Hotel ging es praktisch nur noch bergab. Als wir im Hotel ankamen gingen wir zuerst warm duschen, die Besitzerin des Hotels offerierte uns, unsere nassen Kleider zu waschen und zu trocknen. Dies gefiel uns natürlich sehr. Zum Znacht gab es eine typische Spezialität der Provence, nämlich Taboulé mit frischem Pfefferminz, Sauté d‘Agneau provençale und natürlich einen feinen Dessert. Nach dem Znacht studierten wir die Route für Morgen und plauderten
noch mit zwei freundlichen Engländern, welche ebenfalls mit dem Velo unterwegs sind. Unser Etappenziel für Morgen ist Cannes, gemäss Karte sind es noch knapp 65 km. Auf dem Weg nach Cannes werden wir in Grasse, die Hauptstadt des Parfums, einen Stopp einlegen um das Städtchen zu besichtigen. Wir legen uns früh schlafen, damit wir Morgen fit sind für den Strand sind;).
Wir hoffen auf ein gutes Gelingen und weiterhin auf eine unfallfreie Abfahrt!
Gruss Maya, Paul und Marco


7. Teil: Séranon – Cannes
Heute standen wir um ca. 7.55 Uhr auf und gingen frühstücken. Das Buffet war heute wieder sehr ausgeprägt und wir waren sehr zufrieden. Wir verstauten unsere Sachen ins Besenwägeli (Begleitfahrzeug) und fuhren mit dem Velo los. Den ganzen Tag waren wir voller Freude, wir wussten dass uns heute unsere letzte Etappe bevorstand. Im Hotel wurde uns eine alternative Route zur N85 vorgeschlagen, da es viel Verkehr auf der Route Napoleon gab, LKWs, Motorräder und viele Autos. Die vorgeschlagene Route war etwas länger, dafür sicherer. Unterwegs begegneten wir einem Hund, der uns über fast einen Kilometer Gesellschaft leistete. Anfänglich ging es einigermassen geradeaus, bevor es in Andon wieder anfing zu steigen. Eigentlich hofften wir, dass wir keine so hohen Pässe überqueren müssten, dem war dann doch nicht so. Doch dies machte uns keine Sorgen mehr, da wir mittlerweile an Pässe fahren gewohnt waren und wir wussten, dass es ziemlich der letzte sein würde. Auf der Passhöhe angekommen sahen wir in weiter Ferne das azurblaue Meer der Côte d`Azur. Danach ging es fast 18km runter bis nach Grasse. Die Abfahrt war sehr rasant und steil, leider konnten wir unseren Topspeed nicht mehr topen. Nach der Abfahrt ins Tal ging es noch ca. 8 km geradeaus bevor wir Grasse sehen konnten. es ging weiter steil bergab. Wir mussten jedoch vorsichtiger fahren, da es nun wirklich viele Autos auf der Strasse hatte. In Grasse trafen wir meine Mutter und assen Zmittag in einem kleinen Bistro. Danach besuchten wir eine kleine Parfumerie, da Grasse bekanntlich die Hauptstadt des Parfums ist. Coco Chanel war eine bedeutende französische Modedesignerin, die im 20 Jh. lebte und die damalige Modeszene prägte. 1923 brachte Coco Chanel das Parfum „Chanel No.5“ auf den Markt. Diese Kreation wurde in Grasse hergestellt und ist heute noch eines der bekanntesten Parfums der Welt. Gegen 14.00 Uhr fuhren wir wieder los. Die Strasse nach Cannes war völlig überfüllt. Zum Glück konnten wir mit den Velos links überholen. Einmal kamen wir aus Versehen auf die Autobahn, da die Hauptstrasse und die Autobahn zusammengeführt wurden. nach knapp 100m merkten wir, dass wir falsch waren und stiessen unsere Velos zur Ausfahrt zurück. Danach fuhren wir einfach der Nase nach Richtung Meer und erreichten gegen ca. 15.00Uhr die Küste bei Cannes. Wir freuten uns und waren mega stolz, dass wir diese Velotour ohne Probleme bewältigt haben, kein Platten, kein Unfall alles lief wie am Schnürchen. Meine Mutter wartete ziemlich ungeduldig und war überglücklich als sie uns mit dem Velo auf der Croisette in Cannes heranfahren sah. Sofort luden wir unsere Velos aufs Auto, zogen unsere Badehosen an und gingen ans Meer. Die Strassen in Cannes waren völlig verstopft und alle fuhren wie die Irren. Wir sind froh, dass auf unserer Velotour nichts passiert ist und wir beide heil in Cannes angekommen sind. Das Wasser war frisch, aber nach 7 Tagen im Sattel sehr schön erfrischend. Wir beide sind sehr stolz auf unsere Leistung. Insgesamt, mit allen Umwegen die wir fuhren, waren es ca. 640 km von Genf bis Cannes. Es war für uns beide ein grosses Erlebnis und ich denke wir werden diese Tour nie mehr vergessen. Am Abend fuhren wir mit dem Auto nach Nizza (in Cannes waren alle Hotels und Auberges ausgebucht – Filmfestival und Auffahrt) und suchten uns dort ein Hotel. Wir bleiben wahrscheinlich noch bis am Freitag an der Côte d`Azur. Wenn alles gut geht sind wir dann am frühen Samstag sicher wieder Zuhause.





Abschlussbericht:
Gestern Abend fuhren wir mit dem Auto nach Nizza, da wir in Cannes kein Hotel in unserem Budget mehr fanden. Nizza ist viel grösser und somit gibt es eine grössere Auswahl an Hotels. Wir fanden schnell ein kleines, gemütliches Hotel, welches nahe der Altstadt von Nizza liegt. Am Abend gingen wir in die Fussgängerzone Znacht essen. Wir gingen deutlich später ins Bett als es sonst üblich war. Ja, am nächsten morgen mussten wir nicht mehr aufs Velo, Morgen durften wir relaxen und uns Nizza und Cannes ansehen. Am Mittwoch Morgen gingen wir in der Altstadt von Nizza beim Früchte- und Gemüsemarkt im „Cours Salaya“ frühstücken. Anschliessend bummelten wir ein wenig umher und besorgten noch einige kleine Geschenke für unsere Eltern. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Zug nach Cannes, da es dort einen Sandstrand hat und es ist definitiv mehr los. Am Abend assen wir wieder in der Fussgängerzone von Nizza. Wir werden bis am Freitag Mittag an der Côte d’ Azur bleiben und noch andere kleine hübsche Dörfer wie z.B. St. Jean Cap Ferat und Menton besuchen, bevor wir in die Schweiz zurückkehren werden.
Unsere Velotour hat mir sehr gut gefallen, es war eine gute Erfahrung für mich einmal fast alleine durch Frankreich zu reisen und auf und sich allein gestellt zu sein. Je mehr man in den Süden fuhr, desto mediterraner wurden die Landschaft und der Baustil. Vielerorts waren die schönsten Bergdörfer verlassen und die Häuser verlotterten. In Albertville redeten wir mit einem Einheimischen, jener uns erklärte, dass alle jungen Leute wegziehen und nur die Älteren bleiben. Der Tourismus konzentriere sich mehr auf die Grossstädte. Dies finde ich eigentlich sehr schade, weil so die schönsten Dörfer aussterben. Wahrscheinlich müsste man nicht viel machen um die Dörfer wieder touristisch attraktiver zu machen. Ich fand es sehr schön wie sich unterwegs die Landschaft stets veränderte und Richtung Süden immer trockener und einfacher wurde. Wir sind alle froh, dass unterwegs nichts passiert ist und wir keinen einzigen Platten oder sonstige Probleme mit dem Velo hatten. Für alle Leute, die gerne Radtouren machen kann ich die Route Napoleon sehr empfehlen. Es gibt gute Ausweichmöglichkeiten für gefährliche Strassenabschnitte. Ausserhalb der Saison gibt es unterwegs nicht sehr viele Unterkünfte, darum sollte man die Etappenziele ein wenig im Kopf haben. Ich werde mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken nach Hause gehen. Ich bin froh, dass ich mein Projektziel definitiv erreicht habe. Nun geht es noch darum, eine Abschlusspräsentation meines Projektes zu erstellen.
Vielen Dank an Paul, dass er mich auf der Velotour von Genf bis Cannes, über all diese Pässe und zum Teil einsamen Gegenden begleitet hat. Auch ein Dankeschön an seine Eltern, dass sie ihm die Erlaubnis für dieses Vorhaben gegeben haben. Ebenfalls vielen Dank an meine Mutter, welche uns an den jeweiligen Etappenzielen erwartete und unterstützte.
Ein grosses Dankeschön an alle meine Sponsoren, die an mich glaubten und mich in meinem Vorhaben unterstützen.
Ganz besonders möchte ich mich bei Mathias vom Jet Sport in Rümlang bedanken! Für ihr Sponsoring. und das mir entgegengebrachte Vertrauen, dass sie an mich glaubten, dass ich dieses Projekt zu Ende fahren würde.
Es war für mich eine tolle Erfahrung, jeden Tag meine Gedanken am Abend nochmals zu sammeln, meine Eindrücke und Erfahrungen zu dokumentieren und einige Stunden später dies alles auf dem Bolg vom Jetsport nachlesen zu können. Alle Freunde konnten sich auf diesem Weg informieren wo wir sind und was so geschehen ist. Cool fand ich es dann, als mich die ersten positiven Feedbacks vom Blog erreicht haben.
Vielen Dank an alle die an mich und mein Projekt geglaubt haben.
Herzliche Grüsse : Marco Isler



